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TU Berlin

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Was verstehen wir unter Mikroenergie-Systemen?

Mikroenergie-Systeme nutzen bevorzugt lokale Energieressourcen wie Sonne, Wasser, Biomasse oder Wind und wandeln diese in Wärme, Strom, Licht oder Antriebskraft. Die Erzeugenden nutzen diese Produkte entweder selbst oder verkaufen sie an Verbraucherinnen und Verbraucher in der nahen Umgebung. Damit ermöglichen diese Energiesysteme die dezentrale Verwertung von Energieressourcen und den Aufbau regionaler Wirtschaftskreise und Kooperationen.

Laden Sie im Download-Bereich ein ausführliches Diskussionspapiers des Promotionkollegs zu Mikroenergie-Systemen herunter.

Der Mikroenergie-Sektor im Süden

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In ländlichen Regionen der Entwicklungs- und Schwellenländer ist der Mikroenergie-Sektor durch Haushalte und Gewerbe gekennzeichnet, die keinen Zugang zu Strom-, Gas- und Kraftstoffinfrastruktur haben. Trotz des relativ geringen Energiebedarfs resultieren aus langen Transportwegen und Zwischenhandel überproportional hohe Kosten zur Deckung des täglichen Energiebedarfs. Darüber hinaus bereitet die Verknappung des Brennstoffes Holz bzw. Biomasse große Schwierigkeiten, da diese Brennstoffe häufig die einzige Energiequelle zum Kochen und Heizen darstellen.

Durch ineffiziente Nutzung (offene Kochfeuer, einfache Öllampen) gibt es in Mikroenergie-Sektoren ein hohes Substitutionspotenzial:

Systeme mit hohem Wirkungsgrad, nach Möglichkeit basierend auf erneuerbaren Energien, können mittels geeigneter Finanzierungs- und Dienstleistungsmodelle den Haushalten und kleinen Gewerbetreibenden auf einer nachhaltigen Basis zugänglich gemacht werden. Dazu bedarf es aber angepasster Implementierungsstrategien und geeigneter Konzepte zur Qualitätssicherung.

Der Mikroenergie-Sektor im Norden

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Angesichts der zentralen Energieversorgung in Industrieländern sind Analogien zum Mikroenergie-Sektor in Entwicklungs- und Schwellenländern zunächst wenig offensichtlich. Und doch gibt es Parallelen, denn finanzschwache Haushalte, kleine und mittlere Unternehmen sowie landwirtschaftliche Betriebe sind besonders von den in den Industrieländern ebenso steigenden Öl- und Gaspreisen betroffen.   Bedingt durch die ungleiche ökonomische Entwicklung verschiedener Regionen in Europa zeigen sich große Verlagerungen in den Siedlungsformen. Regionen mit hohem Wirtschaftswachstum stehen Gebieten gegenüber, die mit geringen Wachstumsraten kämpfen. Es stellt sich die Frage, ob die Bereitstellung teurer Netze in "Schrumpfregionen" zukunftsfähig ist. Gleichzeitig erhält der Zugang zu erneuerbaren Energien bzw. energieeffizienter Technologie unter Einbeziehung von basisdemokratischen Ansätzen zunehmende Bedeutung. Mikroenergie-Systeme können hier regional-ökomische Effekte erzielen, indem sie zur Schaffung neuer lokaler Arbeitsplätze und regionaler Wertschöpfungsketten beitragen.

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